Gesundheitsforscher Dr. Diocreciano Matias Bero leitet das Abwassermonitoring-Programm beim National Institute of Health (Nationales Gesundheitsinstitut) von Mosambik.
Er weiß: Die meisten Menschen ekeln sich vor dem, was die Toilette hinuntergespült wird – aber die Untersuchung dieses Abwassers ist seine Leidenschaft.
„Niemand wollte etwas von übel riechenden Proben wissen“, meint er. „Aber darin finden wir die wertvollsten Informationen.“
In Ländern weltweit wird durch Abwasseruntersuchungen festgestellt, ob sich ein Virus oder Bakterium in einer Gemeinde ausbreitet, bevor es zu einem großen Krankheitsausbruch kommt. Die Idee: Wenn lokalisiert wird, wo ein Krankheitserreger im Umlauf ist, bevor die ersten Menschen erkranken, können Entscheidungsträger*innen schnell handeln, um eine Krankheit einzudämmen und ihre Ausbreitung zu verhindern.
Während der COVID-19-Pandemie haben verschiedene Länder auf Abwasseruntersuchungen gesetzt, um hohe Konzentrationen des SARS-CoV-2-Virus aufzuspüren und seine Entwicklung zu überwachen.
In sechs Ländern Ost- und Südafrikas, darunter auch Mosambik, unterstützt der Globale Fonds Abwasseruntersuchungsprogramme für die Früherkennung von Krankheiten.