„Ich muss das Gras selbst mähen, denn wenn ich ihn nur kurze Zeit arbeiten lasse, hat er Schmerzen am ganzen Körper“, meint seine Frau Ibu Warda. „Wenn ich ihn leiden sehe, rasen meine Gedanken. Ich mache mir Sorgen.“
In Indonesien haben Patient*innen, bei denen medikamentenresistente TB diagnostiziert und eine Behandlung eingeleitet wurde, Anspruch auf eine Hilfszahlung – eine monatliche Zuwendung, die während der Dauer ihrer Behandlung gezahlt wird. Ziel dabei ist, den Kauf von Lebensmitteln zu unterstützen und die Kosten für die Hin- und Rückfahrt zum Gesundheitszentrum zur Abholung ihrer Medikamente und zur Durchführung von Nachuntersuchungen zu decken. Der Globale Fonds leistet diese Zahlungen – ein echter Rettungsanker für so viele Familien – landesweit in allen 514 Distrikten.
Im Zuge der Bemühungen Indonesiens, mit Gesundheitsleistungen auch Menschen wie Pak Jun zu erreichen, die an einigen der entlegensten Orte des Landes leben, wurde außerdem spezialisiertes Gesundheitspersonal – als „TB Cadres“ und Fallmanager bezeichnet – für die Behandlung der medikamentenresistenten TB eingestellt. Sie leisten Menschen während ihrer schwierigen Behandlung wichtige Unterstützung.
„Es ist unsere Aufgabe, die Patient*innen zu motivieren“, erklärt Gufron, ein TB Cadre. „So können wir die Patient*innen auf dem Weg ihrer Genesung unterstützen.“
Gufron führt täglich ein Videotelefonat mit Pak Jun und stellt sicher, dass er seine Medikamente einnimmt, protokolliert Symptome und erstattet dann der Distriktebene Bericht, wo die Daten in eine nationale Datenbank eingegeben werden. Gufron besucht Pak Jun außerdem zweimal im Monat persönlich.