Dank Yasir und anderer DOTS-Mitarbeitender wurde er auf eine rein orale Behandlung umgestellt, die er zu Hause durchführen konnte. Die DOTS-Mitarbeitenden halfen Fawaz auch bei der richtigen Einnahme seiner Medikamente, versorgten ihn mit nährstoffreichen Lebensmitteln und vermittelten ihm und seiner Familie psychologische Unterstützung. Ebenso begleiteten sie ihn zu Arztterminen.
„Das Leben wird besser“, freut sich Fawaz. „Ich hoffe nun, dass ich wieder arbeiten und mich frei bewegen kann.“
Inzwischen haben alle Menschen mit medikamentenresistenter Tuberkulose im Irak Zugang zu den neuesten rein oralen Behandlungen – dank starker Partnerschaften und der Koordination zwischen der irakischen Regierung, der IOM und dem Globalen Fonds.
Weiter östlich, in der Nähe von Erbil im Nordirak, besucht der IOM DOTS-Mitarbeiter Abdul Qadr einen anderen Patienten, der zu den jüngsten zählt.
Der Vater und der Großvater des vierjährigen Adil wurden positiv auf Tuberkulose getestet und bald darauf auch Adil.
Bei Kindern ist die Diagnose und Behandlung von TB schwierig. Die TB-Symptome ähneln anderen Kinderkrankheiten, und die Entnahme von Sputumproben für Tests kann kompliziert sein. Auch lassen sich Kinder nur schwer davon überzeugen, ein Medikament monatelang richtig einzunehmen.
Adil nimmt ein kindgerechtes TB-Medikament zum Trinken, das nach Kirschen schmeckt. Abdul Qadr sitzt neben Adil, um sicherzustellen, dass er die gesamte Dosis einnimmt.