Im ländlichen Ostjava, Indonesien, litt Kaffeebauer Pak Jun an anhaltendem Husten. Er war so geschwächt, dass er nicht arbeiten konnte. Bei ihm wurde eine medikamentenresistente Tuberkulose (DR-TB) diagnostiziert. Durch den Zugang zu einer neuen, kürzeren und rein oralen Therapie schloss er die Behandlung innerhalb von Monaten statt Jahren ab, kam wieder zu Kräften und kehrte zu seiner Farm und seiner Familie zurück.
In ganz Indonesien wird die Bekämpfung der medikamentenresistenten Tuberkulose durch kürzere, rein orale Therapieschemata verändert. Ein Beispiel ist BPal/M, eine Kombination aus vier Medikamenten.
Früher mussten Patient*innen giftige, schmerzhafte Behandlungen mit täglichen Injektionen und schweren Nebenwirkungen über sich ergehen lassen, die bis zu 24 Monate dauerten. Mit BPal/M können sie die Therapie jetzt in nur sechs Monaten abschließen. Die Erfolgsraten sind höher, und es treten deutlich weniger Komplikationen auf. Das Ergebnis: schnellere Genesung von Menschen mit medikamentenresistenter Tuberkulose und geringere Kosten für die Gesundheitssysteme.
Der Globale Fonds hilft, diese Veränderung in Indonesien und anderen Ländern voranzutreiben.
Neben den tiefgreifenden Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien werden durch kürzere Behandlungen auch deutliche Kostensenkungen bei der Behandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose erreicht.
Therapieformen wie BPal/M können die Behandlungskosten um 57-78 % verringern. Dies ist weitgehend auf eine Verkürzung der Behandlungsdauer und des Krankenhausaufenthalts der Patient*innen zurückzuführen. Durch eine Studie in drei Ländern wurde nachgewiesen, dass mit diesen Therapieschemata mehr als 14.000 US-Dollar pro Patient*in eingespart werden können und gleichzeitig bessere Gesundheitsergebnisse erzielt werden.